GRUNDLAGEN

Fahrzeug und Aufbau zur Ladung auswählen

Praxisleitfaden zu Aufbauten, Gewichtsklassen, Manipulationssystemen und Ladungssicherung. Ausgangspunkt für eine konkrete Transportanfrage.

In diesem Artikel

EinführungzGG-Klassifizierung AufbautypenUmschlagsystemeAusstattung und Ladungssicherung

Einführung

Die Fahrzeugwahl basiert auf den Daten der Ladung und den Bedingungen der Durchführung. Entscheidend sind Abmessungen und Gewicht, Anzahl der Einheiten, Schwerpunkt, Empfindlichkeit der Ladung, erforderliche Laufzeit, Lieferfenster, Route, Zufahrtsbeschränkungen, Art der Be- und Entladung sowie die Bedingungen am Empfangsort. Erst die Gesamtheit dieser Angaben ermöglicht die Bestätigung der passenden Fahrzeugkonfiguration.

zGG-Klassifizierung

Das zulässige Gesamtgewicht ist die maximale Masse eines Fahrzeugs oder Zuges mit Aufbau, Ausstattung, Kraftstoff, Fahrer und Ladung. Es ist nicht die Nutzlast.

Das zulässige Gesamtgewicht bestimmt die maximale Masse des Fahrzeugs oder Zuges in seiner konkreten Konfiguration. Bei der Auswahl zählen nicht nur die Ladungsmasse, sondern auch Eigengewicht von Aufbau und Ausstattung, Achszahl, zulässige Achslasten, Abmessungen und Schwerpunktverteilung. Zwei Fahrzeuge mit ähnlichem zulässigem Gesamtgewicht können eine unterschiedliche reale Nutzlast und andere operative Möglichkeiten haben.

Praktische zGG-Stufen

zGG / StufeTypische KonfigurationOperative Bedeutung
bis 3,5 tTransporter / LCVExpress, kleine Distribution und eingeschränkte Zufahrt.
über 3,5 bis 7,5 tKleines SolofahrzeugLokale Distribution und Lieferung ohne Rampe.
über 7,5 bis 12 tMittleres SolofahrzeugRegionaler LTL und Handel.
über 12 bis 18 tGroßes SolofahrzeugSchwerere Distribution und größeres Volumen.
über 18 bis 26 tSchweres Solofahrzeug / Kran / KipperSchwere lokale und regionale Ladung.
rund 32 tMehrachsige KonfigurationWert abhängig von Achsanordnung und Markt.
rund 36 tMehrachsige KombinationWert abhängig von Land, Achsen und Route.
40 tTypischer internationaler ZugOrientierung für Standardzugmaschine und Auflieger.
42 tKombination mit erhöhtem LimitNur wenn Konfiguration und Regeln der konkreten Relation dies zulassen.
44 tIntermodalverkehr oder nationale AusnahmenMuss für Land, Route und Konfiguration bestätigt werden.
über 44 tSpezialtransportIndividuelle Prüfung von Achsen, Route, Brücken und Genehmigungen.

Aufbautypen

Bei der Wahl des Aufbaus sind Zugang zur Ladung, Ladebodenhöhe, Be- und Entladeart, benötigte Sicherungsmittel und die reale Verfügbarkeit des Typs entscheidend. Die folgenden Beschreibungen helfen bei der Spezifikation, ersetzen aber nicht die Bestätigung der konkreten Fahrzeugparameter.

Curtainsider und universelle Aufbauten

Curtainsider

Leichter, vielseitiger Aufbau für Paletten, Stahl, Industriegüter und Ladungen mit Zugang von der Seite, hinten oder von oben.

Häufig ausgestattet mit: Code XL, Schiebe- oder Hubdach, Seitenzugang, Zurrpunkte, Schienen und Sperrbalken.

Verfügbarkeit: Hoch

Worauf achten: Der Dachmechanismus kann die Durchfahrtshöhe beim Be- oder Entladen um etwa 5–10 cm verringern. Vor der Beladung von oben die tatsächliche Höhe prüfen.

Planenaufbau

Leichter, vielseitiger Aufbau; eine ältere Alternative zum Curtainsider und heute seltener. Er hat häufig untere Bordwände, die eine zusätzliche Barriere an der Ladung bilden.

Häufig ausgestattet mit: Untere Bordwände, Seitenplane, Zurrpunkte, Gurte, Schienen und Sperrbalken.

Verfügbarkeit: Mittel

Worauf achten: Das Öffnen und erneute Verspannen der Plane ist oft zeitaufwändiger als das Verschieben einer Plane beim Curtainsider.

Mega

Höherer Planenaufbau mit meist rund 30 cm mehr nutzbarer Höhe als ein Standard-Planenaufbau. Geeignet für leichte, hohe und voluminöse Ladungen.

Häufig ausgestattet mit: Schiebe- oder Hubdach, Code XL, Seitenzugang und höhenverstellbare Luftfederung.

Verfügbarkeit: Mittel

Worauf achten: Der Ladeboden liegt meist etwa 20–30 cm tiefer, damit die Kombination innerhalb der 4-m-Höhengrenze bleibt. Rampenhöhe und Gabelstaplerzugang prüfen.

Jumbo

Planenaufbau mit größerem Volumen. Im Hauptbereich bietet er rund 30 cm mehr Höhe als ein Standard-Planenaufbau, ist aber kein Mega: Er hat eine Stufe und etwa ein Drittel des Laderaums bleibt auf Standardhöhe.

Häufig ausgestattet mit: Schiebedach, Seitenzugang, Zurrpunkte und häufig untere Bordwände.

Verfügbarkeit: Niedrig

Worauf achten: Die Bezeichnung wird oft mit Tandem verwechselt. Die Ladung so platzieren, dass sie nicht mit der Stufe kollidiert oder die verfügbare Höhe überschreitet.

Coilmulde

Bodensystem in einem Planenauflieger. Ein öffnender Bodenteil enthält Mulden für Stahlcoils.

Häufig ausgestattet mit: Coilmulden-Einsätze, Sperrbalken, Zurrpunkte, Antirutschmatten und Kantenschutz.

Verfügbarkeit: Niedrig–mittel

Worauf achten: Gewicht, Durchmesser, Breite, Anzahl und Lage der Coils angeben. Die Coilmulde ersetzt keinen fachgerechten Blockier- und Sicherungsplan.

Joloda

Bodensystem in einem Planenauflieger. Joloda-Schienen und Skates ermöglichen das kontrollierte horizontale Verschieben der Ladung beim Be- oder Entladen.

Häufig ausgestattet mit: Joloda-Schienen, Skates, Blockierungen, Balken und zusätzliche Zurrpunkte.

Verfügbarkeit: Niedrig

Worauf achten: Absender und Empfänger benötigen kompatible Ausrüstung und Abläufe. Stückgewicht, Schienenbreite, Bewegungsrichtung und Bremsverfahren bestätigen.

Geschlossene und temperaturgeführte Aufbauten

Kofferaufbau

Aufbau mit festen Wänden, meist schwerer als ein Curtainsider und deshalb oft mit geringerer Nutzlast. Er schützt besser vor Wetter, Schmutz und unbefugtem Zugriff.

Häufig ausgestattet mit: Diebstahlschutzsysteme, zusätzliche Riegel, Schienen, Gurte und Ladebordwand.

Verfügbarkeit: Mittel

Worauf achten: Be- und Entladen erfolgen meist nur von hinten. Türmaße, Rampenhöhe und fehlender Seiten- oder Oberzugang prüfen.

Isothermaufbau

Aufbau mit festen Wänden und Isolierung, der die Temperatur der Ladung stabiler hält, sie aber nicht aktiv regelt.

Häufig ausgestattet mit: Trennwände, Sicherungsstangen, Thermometer oder Temperaturüberwachung und Hecktüren.

Verfügbarkeit: Niedrig

Worauf achten: Transportdauer und Außenbedingungen sind wichtig: Die Temperatur im Aufbau kann sich dennoch ändern. Die Bedienung erfolgt meist von hinten.

Kühlaufbau

Aufbau mit festen Wänden und Kühlaggregat, das kühlen oder heizen kann. Je nach Aggregat und Bedingungen ist meist ein Sollwert von etwa −25°C bis +25°C möglich.

Häufig ausgestattet mit: Temperaturschreiber, Trennwände, unabhängige Zonen, Doppelstock, Doppelboden, Standby und Sicherungsstangen.

Verfügbarkeit: Mittel

Worauf achten: Geforderte Temperatur und Toleranz, Pflicht zur Aufzeichnung sowie die Vorkühlung vor der Beladung bestätigen. Die Beladung erfolgt grundsätzlich von hinten.

Fleischhänge-Kühlaufbau

Kühlaufbau mit Fleischhaken, verstärkten Wänden und Schienensystem für hängende Ladung.

Häufig ausgestattet mit: Schienen und Haken, Temperaturschreiber, Trennwände, Waschausrüstung und verstärkte Befestigungen.

Verfügbarkeit: Niedrig

Worauf achten: Reinigung, Kompatibilität der Schienen und nutzbare Höhe sind entscheidend. Geruch und Hygieneanforderungen des Empfängers berücksichtigen.

Offene Aufbauten, Langgut und Maschinen

Plattform

Offener Aufbau ohne Seitenwände mit Holz- oder Stahlboden. Für Konstruktionen, Fertigteile, Maschinen, Rohre und von allen Seiten bedienbare Ladung.

Häufig ausgestattet mit: Rungen, Ketten, Gurte, Antirutschmatten, Kantenschutz und Wetterschutz.

Verfügbarkeit: Mittel

Worauf achten: Sicherungsplan, Wetterschutz, Höhe und Breite der Ladung sowie Be- und Entladeart bestätigen.

Bordwandauflieger

Offener Aufbau mit seitlichen Bordwänden für Baupaletten, Gerüste, Rohre und ähnliche Ladungen.

Häufig ausgestattet mit: Rungen, Ketten, Gurte, Antirutschmatten und Kantenschutz.

Verfügbarkeit: Sehr niedrig

Worauf achten: Bordwände sind eine zusätzliche Barriere, aber kein Ersatz für Ladungssicherung. Höhe, Seitenbeladung und Überstand prüfen.

Rungenauflieger / Langgutauflieger

Offener Aufbau mit Rungen, vor allem für Holz, Rohre und andere lange Elemente.

Häufig ausgestattet mit: Rungen, Ketten, Spannmittel, Gurte, Unterlagen und Kennzeichnung der Ladungsenden.

Verfügbarkeit: Niedrig

Worauf achten: Länge, Anzahl der Auflagepunkte, Überstand, Rollschutz und Streckenbeschränkungen festlegen.

Teleauflieger

Ausziehbarer Auflieger für lange Ladungen wie Träger, Rohre, Fertigteile und Elemente der Energietechnik.

Häufig ausgestattet mit: Rungen, Ketten, Spannmittel, Unterlagen, Ladungskennzeichnung und Zurrpunkte.

Verfügbarkeit: Niedrig

Worauf achten: Ausgezogene Länge, Achslasten, Überstand und Befahrbarkeit der gesamten Strecke bestätigen.

Semi-Tieflader

Halbtieflader mit abgesenktem Ladeboden für Maschinen, Hebebühnen und Bautechnik mit größerer Höhe.

Häufig ausgestattet mit: Rampen, Seilwinde, Unterlegkeile, Ketten, Spannmittel und Radbefestigungen.

Verfügbarkeit: Niedrig

Worauf achten: Ladebodenhöhe, Be- und Entladeart, Bodenfreiheit und Rampenwinkel sind entscheidend.

Semi-low

Niedrigere Variante eines Semi-Tiefladers für Maschinen, die mehr Höhenreserve benötigen als auf einer Standardplattform verfügbar ist.

Häufig ausgestattet mit: Rampen, Seilwinde, Unterlegkeile, Ketten, Spannmittel und Radbefestigungen.

Verfügbarkeit: Niedrig

Worauf achten: Ladebodenhöhe, Bodenfreiheit, Be- und Entladeart sowie Rampenwinkel prüfen.

Tieflader / Low-bed / Tiefbett

Auflieger mit sehr niedrigem Ladeboden für hohe oder schwere Maschinen. Varianten umfassen Einfachabsenkung, Doppelabsenkung/Tiefbett und abnehmbare Sattelplatte.

Häufig ausgestattet mit: Rampen, abnehmbare Sattelplatte, hydraulische Achslenkung, Ketten, Spannmittel und Unterlagen.

Verfügbarkeit: Niedrig

Worauf achten: Ladebodenhöhe, Maschinenfreiheit, Rampenwinkel, Übergänge und Kurven der Strecke, Achslasten und erforderliche Genehmigungen prüfen.

Modulplattform

Transportkombination aus modularen Achslinien, die für sehr schwere oder überdimensionierte Ladungen verlängert, verbreitert und konfiguriert werden kann. Sie verteilt Gewicht auf mehr Achsen.

Häufig ausgestattet mit: Hydraulische Achslenkung, Erweiterungsmodule, Träger, Unterlagen, Ketten und Hebesysteme.

Verfügbarkeit: Sehr niedrig

Worauf achten: Erfordert einen individuellen Plan: Achsanordnung, Brücken- und Kurvenanalyse, Genehmigungen und teilweise Begleitung.

Schrägplattform

Plattform mit schrägem Heck, oft als Beavertail bezeichnet. Sie erleichtert das Auffahren von Fahrzeugen und Maschinen auf Rädern.

Häufig ausgestattet mit: Rampen, Seilwinde, Unterlegkeile, Radgurte, Ketten und Verriegelungen.

Verfügbarkeit: Niedrig

Worauf achten: Rampenwinkel, Bodenfreiheit, Zustand der Fläche und sichere Sicherung nach dem Auffahren bestätigen.

Autotransporter

Aufbau für den Fahrzeugtransport, meist mit Stahlboden und Sicherungssystemen gegen das Verrutschen der Fahrzeuge.

Häufig ausgestattet mit: Rampen, Seilwinde, Unterlegkeile, Radgurte oder Schlaufen, hydraulischer Boden und Verriegelungen.

Verfügbarkeit: Mittel

Worauf achten: Rampenwinkel, Bodenfreiheit des Fahrzeugs, Rollfähigkeit, Zustand und Belademethode prüfen.

Aufbauten für Schüttgüter, Flüssigkeiten und Container

Kipper

Aufbau für Schüttgüter, der durch Anheben der Mulde entladen wird. Verfügbar als Heck- oder Seitenkipper.

Häufig ausgestattet mit: Plane oder Abdeckung, Heck- oder Seitenkippsystem, Sensoren und stabilisierende Elemente.

Verfügbarkeit: Niedrig–mittel

Worauf achten: Stabiler, ebener Untergrund, freier Raum über dem Fahrzeug und auf der Kippseite sowie gleichmäßige Lastverteilung sind erforderlich.

Schubboden

Auflieger mit hydraulischem Schubboden, der die Ladung horizontal entlädt. Für Abfall, Biomasse, Holz, Schüttgut und leichte voluminöse Ladungen.

Häufig ausgestattet mit: Hydraulisches Bodensystem, Plane oder Dach, Reinigungsausrüstung und Sicherungselemente am Heck.

Verfügbarkeit: Niedrig–mittel

Worauf achten: Ladungsart, Belademethode, Entladerichtung und Sauberkeit des Mechanismus bestätigen. Nicht jede Ladung eignet sich für das Verschieben auf dem Boden.

Chemietank

Tankauflieger für chemische Produkte; Tank, Dichtungen und Armaturen müssen zum konkreten Stoff passen.

Häufig ausgestattet mit: Kammern, Pumpe oder Kompressor, Schläuche, Kupplungen, Armaturen, Reinigungssystem und ADR-Ausrüstung.

Verfügbarkeit: Niedrig

Worauf achten: Produkt, Gefahrklasse, Dichte, Temperatur, benötigte Kupplungen, letzte Ladung und Reinigungsanforderungen angeben.

Kraftstofftank

Tankauflieger für Kraftstoffe und Mineralölprodukte, meist mit Kammern für unterschiedliche Produkte oder Empfänger.

Häufig ausgestattet mit: Kammern, Pumpe, Zähler, Schläuche, Kupplungen, Erdungssystem und ADR-Ausrüstung.

Verfügbarkeit: Mittel

Worauf achten: Produkt, Anzahl der Kammern, Entlademethode, Anforderungen des Empfängers, Sicherheitszone und ADR-Abläufe sind wichtig.

Lebensmitteltank

Tankauflieger für flüssige Lebensmittel, bei dem Hygiene, Reinigungsverlauf und Tankverträglichkeit mit dem Produkt entscheidend sind.

Häufig ausgestattet mit: Isolierung, Pumpe, lebensmittelechte Schläuche, Kupplungen, Reinigungssystem und Temperaturaufzeichnung.

Verfügbarkeit: Niedrig

Worauf achten: Produkt, Temperaturanforderungen, Reinigungsmethode, Kupplungen des Empfängers und mögliche Qualitätsanforderungen nennen.

Gastank

Tankauflieger für verdichtete oder verflüssigte Gase. Die Auswahl hängt von Gasart, Druck, Temperatur und Entladetechnologie ab.

Häufig ausgestattet mit: Sicherheitsventile, Manometer, Schläuche, Druckarmaturen, Kupplungen und ADR-Ausrüstung.

Verfügbarkeit: Sehr niedrig

Worauf achten: Gasart, Betriebsdruck, Temperatur, Kupplungen, Sicherheitszone und Entladeverfahren bestätigen.

Siloauflieger

Auflieger für Zement, Mehl, Asche, Granulate und andere pulverförmige oder lose Güter, die pneumatisch entladen werden.

Häufig ausgestattet mit: Kompressor, Schläuche, Filter, Kupplungen, Manometer und staubmindernde Ausrüstung.

Verfügbarkeit: Niedrig

Worauf achten: Erforderlichen Druck, Förderleistung, Kupplungsdurchmesser, Filtration und Bereitschaft der Empfängeranlage prüfen.

Containerchassis

Chassis mit Twist-Locks für 20-, 40- und 45-Fuß-Container sowie Tankcontainer. Es ist kein klassischer Laderaumaufbau, sondern eine zum Container passende Plattform.

Häufig ausgestattet mit: Twist-Locks, ausziehbares Chassis, Aufnahmen für unterschiedliche Containerlängen und bei Bedarf ein Generator für Kühlcontainer.

Verfügbarkeit: Mittel

Worauf achten: Containerlänge und -masse, Position der Verriegelungen, Schwerpunkt, Achslasten sowie Zufahrt zum Terminal oder zur Rampe bestätigen.

Umschlagsysteme

Das Manipulationssystem entscheidet, ob die Ladung ohne Rampe, Technik beim Empfänger oder zusätzlichen Umschlag bewegt werden kann. In der Anfrage müssen Gerät, Arbeitsseite und erforderliche Tragfähigkeit stehen.

Ladebordwände

Klapp-Ladebordwand

Die Plattform bleibt nach dem Einklappen senkrecht oder waagerecht am Heck des Aufbaus. Sie wird bei Distribution und Paletten eingesetzt, wenn ein eigener Umschlag ohne Rampe nötig ist.

Tragfähigkeit am tatsächlichen Lastschwerpunkt, Plattformmaße, Freiraum hinter dem Fahrzeug und Untergrund.

Säulen-Ladebordwand

Die Plattform läuft auf senkrechten Führungen am Heck des Aufbaus. Sie ermöglicht stabiles vertikales Heben, besonders bei Kofferaufbauten.

Tragfähigkeit, Plattformbreite und Hubhöhe, Zugang zum Fahrzeugheck und Einfluss der Führungen auf die Türöffnung.

Abnehmbare / mobile Ladebordwand

Sie ist nicht fest in den Aufbau integriert: Für das Be- oder Entladen wird sie am Fahrzeug angebracht und nach dem Einsatz mit dem Fahrzeug weitertransportiert.

Kompatibilität mit dem Fahrzeug, Befestigungsart, Tragfähigkeit, Untergrund und benötigter Platz zum Aufstellen.

Be- und Entladung ohne Infrastruktur

Ladekran

Selbstständiges Be- und Entladen von Baustoffen, Maschinen oder Containern.

Tragfähigkeit bei der konkreten Ausladung, Abstützung, Anschlagpunkt und Untergrund.

Moffett / Mitnahmestapler

Am Fahrzeug mitgeführter Stapler für Paletten ohne Rampe oder Stapler vor Ort.

Tragfähigkeit, Oberfläche, Durchfahrt, Rangierraum und Gefälle.

Handhubwagen

Kurzes Bewegen von Paletten auf ebenem Boden nach Entladung über die Ladebordwand.

Palettenmasse, Schwellen, Treppen, Gefälle, Türbreite und Boden.

Auffahrrampen

Auffahren von Fahrzeug, Maschine oder Stapler auf das Deck.

Auffahrwinkel, Bodenfreiheit, Breite, Achslast, Grip und Sicherung.

Seilwinde

Kontrolliertes Ziehen von defekter, unmotorisierter oder kufengeführter Ladung.

Zugkraft, Anschlagpunkte, Führungsweg und Blockierung.

Spezial- und Prozessentladung

Joloda / Skate-System

Schienen und Skates für die horizontale Bewegung schwerer Rollen, Coils und Bleche.

Stückmasse, Schwerpunkt, Schienenbreite und Blockierung.

Schubboden

Hydraulische Leisten bewegen die Ladung horizontal.

Material, Entladerichtung, Sauberkeit des Mechanismus und Bedingungen am Objekt.

Hydraulisches Kippen

Schwerkraftentladung durch Anheben des Decks.

Ebenen und tragfähigen Boden, freie Höhe und gleichmäßige Lastverteilung.

Tankpumpe

Fördert Flüssigkeit zwischen Tank und Empfangsanlage.

Produkt, Anschlüsse, Durchfluss, Temperatur und Spülprozess.

Silokompressor

Pneumatische Entladung von Zement, Mehl, Asche und Granulaten.

Druck, Leistung, Anschlussdurchmesser, Filtration und Empfangsanlage.

Hakenliftsystem

Zieht, senkt und wechselt Abrollcontainer oder Mulden.

Containerlänge, Hakenhöhe, Masse, Platz und Abstellfolge.

Schiebe- oder Hubdach

Oberzugang für Hallen- oder Mobilkran.

Kranhöhe, vollständige Dachöffnung, Wetter und Code XL.

Ausstattung und Ladungssicherung

Ausstattung wird nur genannt, wenn sie für die Ausführung oder Ladungssicherung gebraucht wird. „Voll ausgestattetes Fahrzeug“ ist keine Spezifikation.

Zugang und Aufbau-Funktionen

EN 12642 XL / Code XL

Verstärkte Aufbaukonstruktion unter definierten Staubedingungen.

Code-XL-Dokument und Übereinstimmung der Ladung mit den Zertifikatsbedingungen.

Doppelstock

Zwei Palettenebenen und nicht stapelbare Ware.

Palettenmaße, Stückmasse, Balkentragfähigkeit und Ebenenzahl.

Hub- oder Schiebedach

Oberbeladung mit Hallen- oder Mobilkran.

Ob das Dach schieben oder heben muss und welche Durchfahrtshöhe nötig ist.

Seitenzugang

Staplerbeladung von der Seite und Langgutumschlag.

Öffnungsseite, Öffnungslänge und Bedarf an vollständiger Seitenöffnung.

Trennwand

Produkttrennung, Temperaturzonen oder Bewegungsblockierung.

Position, Tragfähigkeit, Dichtheit und Verriegelung.

Möbelschienen, Stangen und Decken

Möbel, Innenausbau und oberflächenempfindliche Ware.

Schienentyp, Gurtanzahl, Decken, Kantenschutz und Sauberkeit.

Fleischhaken

Transport von hängendem Fleisch.

Tragfähigkeit, Abstand, Arbeitshöhe und Sauberkeitsanforderungen.

Palettenkorb

Leere Paletten außerhalb des Hauptladeraums.

Palettenzahl, Typ und Montageposition.

Twist-Locks

Mechanische Verriegelung eines Containers auf einem Containerchassis.

Containertyp, Schlossabstand und Containerposition.

Temperatur und Transportbedingungen

Mehrtemperatur

Unterschiedliche Temperaturen in einem Aufbau.

Zonenanzahl, Temperatur und Toleranz jeder Zone.

Unabhängige Zonen oder Doppelaggregat

Produkttrennung oder höhere Unabhängigkeit der Kühlung.

Ob unabhängige Zonen statt einer Einstellung erforderlich sind.

Standby-Strom

Hält die Kühlung während eines Stopps in Betrieb.

Standzeit, Stromverfügbarkeit und Notfallverfahren.

Temperaturschreiber

Dokumentiert eingehaltene Transportbedingungen.

Aufzeichnungsbereich, Frequenz, Berichtsformat und Datenempfänger.

Temperaturmonitoring

Live-Anzeige oder kontinuierliche Aufzeichnung mit Alarm.

Ob eine Anzeige genügt oder Alarme notwendig sind.

Sicherungsstangen

Stabilisieren Paletten und trennen Zonen in Kühl- oder Kofferaufbauten.

Höhe, Tragfähigkeit, Position und Schienenkompatibilität.

Ladungssicherung

Zurrgurte

Reib- oder Direktzurren von Paletten, Maschinen, Holz und Stahl.

Anzahl, Länge, LC, STF, Zurrwinkel und Anschlagpunkte.

ERGO-Ratsche

Eine Art von Gurt-Ratsche, meist mit besserer Handhabung und Vorspannkraft.

Ob ERGO ausdrücklich gefordert ist; nicht jeder Gurt braucht sie.

Antirutschmatten

Erhöhen die Reibung unter der Ladung.

Bodenart, Masse, Lagenzahl und Oberflächenzustand.

Kantenschützer

Schützen Gurte und Verpackung vor Schneiden und Quetschen.

Kantenmaterial und -form, Gurtlast und Anzahl der Schützer.

Sperrbalken

Blockieren Paletten und Kartons in Fahrzeuglängsrichtung.

Schienentyp, Balkentragfähigkeit und Anzahl der Blockierpunkte.

Schienen und Lochleisten

Verstellbare Anschlagpunkte und Sperren.

Abstand, Tragfähigkeit, Balkenkompatibilität und Montagehöhe.

Ketten, Zurrmittel und Spanner

Maschinen, Stahl und schwere Teile mit Anschlagpunkten.

Zulässige Kraft, Punkte an Ladung und Fahrzeug sowie Losdrehsicherung.

Rungen und Bordwände

Rohre, Holz, Langgut und Baumaterial.

Höhe, Abstand, Tragfähigkeit und zusätzliche Roll-Sicherung.

Keile, Böcke und Unterlagen

Coils, Rohre, Maschinen und Druckverteilung.

Ladungsform, Tragfähigkeit und Blockiermethode.

Stausäcke

Füllen Zwischenräume zwischen Ladeeinheiten.

Zulässige Verwendung, Druck und Schutz gegen Durchstich.

Plane, Netz oder Abdeckung

Schutz vor Wetter, Staub und Materialverlust.

Schutzumfang, Befestigung und Windfestigkeit; ersetzt keine Sicherung gegen Verrutschen.

Sicherheit und Betriebsanforderungen

GPS / Fahrzeugortung

Sendungsverfolgung und Routensteuerung, besonders bei hochwertigen Gütern.

Ob Ortung, Kundenzugang und Alarme benötigt werden.

Zollseil

Verschluss des Laderaums, wenn eine Zollverplombung nötig ist.

Möglichkeit einer Plombe und Zugang zu Zollstellen.

Verschließbarer Aufbau und Zusatzriegel

Beschränkt unbefugten Zugriff.

Verschlussart, Parken und Schlüsselübergabe.

Operationsspezifische Kennzeichnung

Schilder und Markierungen aus der Transportart.

Die vollständige Anforderung; „ADR“ allein reicht nicht.

Mariusz KulczykLogistikingenieur · LinkedIn
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